Die Zerstörung der Irminsul

Die Irminsul (die „emporgeschossene Säule“, germ.: irmin, erman: groß) oder auch Irmensäule oder Irmensul war ein altsächsisches Hauptheiligtum und wird als eine große Holzsäule beschrieben. Sie symbolisierte nach den Quellen den Weltenbaum der germanischen Mythologie und ist als mit der Weltesche Yggdrasil aus der Edda und dem immergrünen Kultbaum des Wikingertempels von Uppsala zusammenhängend zu betrachten.

Im Zuge der Zwangschristianisierung der Sachsen wurden die Säulen durch die Franken – angeblich unter Karl dem Großen – gefällt. Am Beginn der Christianisierung der germanischen Völker standen somit Frevel und kulturelle verfremdung, die das konfliktreiche christliche Leben unter Deutschen sodann jahrhundertelang nie mehr verlassen haben.
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Über die Bewertung des ersten Feldzugs gegen die Sachsen haben die Wissenschaftler und Sachbearbeiter sehr verschiedene Urteile abgegeben. Es drängen sich daher die folgenden Fragen auf:

Was hat Karl ‚der Große‘ im Jahre 772 eigentlich gewollt? Was hat er erreicht? Worum ging es in diesem Feldzug überhaupt?

Diese Schrift von Fritz Vater, die Zerstörung der Irminsul – eine Studie zum Feldzug des Jahres 772, gibt Aufschluß darüber.
Ich habe mir die Mühe gemacht, dieses Buch für Euch einzuscannen, da ich der Meinung bin, daß jeder Deutsche über diese Thematik im Bilde sein sollte.
Viel Vergnügen beim Weiterbilden!


Heiliger Baum, oh heiliger Baum
Der du mächtig bis zu den Wolken stehst
Heiliger Baum, oh heiliger Baum
Bitte schenk mir einen schönen Traum
Ich huldige dir, ja, ich huldige dir
Und heut Nacht bring ich ein Opfer dir
Ein Horn voller Met, ja ein Horn voller Met
Dass sich tief in deine Wurzeln gräbtSchon seit 500 Jahren stehst du mächtig im Wald
Egal ob Hitze oder kalt
Heiliger Baum, Tor zur anderen Welt
Nur Pech und Leid für den, der dich fällt
Mächtiger Baum, ja dein Geist, der ist groß
Der Schamane sitzt in deinem Schoß

Schenkst du ihm die Vision, gibst du ihm dieses Heil
Deine Weisheit hast du mit ihm geteilt
Weltenbaum, oh Weltenbaum
Die Anderswelt, das war dein Traum
Heiliger Baum, oh heiliger Baum
Der du mächtig bis zu den Wolken stehst
Weltenbaum, oh Weltenbaum
Bitte schenk mir einen schönen Traum

(Falkenstein – Weltenbaum)
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10 Gedanken zu “Die Zerstörung der Irminsul

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  3. Das Irminsul ist unzerstörbar! Irminsul lebt. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen.
    Die Symbole des Irminsul, egal ob Alteschen oder Alteichen (oder sogar eine gigantische Alt-Pappel meiner Kindheit), werden nach wie vor zerstört.
    Unlängst wurde eine gesunde, tausendjährige Eiche am Herrenberg, in Prien im Chiemgau umgesägt und mit einem „Kunstwerk“ ersetzt, bestehend aus einem Gitterkäfig aufgefüllt mit Unrat. Bei der Einweihung dieses „Kunstwerks“ stand der importierte, unindigene Bürgermeister auf der gefällten Tausendjährigen und prostete mit Prosecco…
    Wenn der wüsste…
    In Bulgarien gibt es tausend Geschichten von Un- und Todesfällen nachdem „Menschen-„Wesen die dortigen Irminsul-Platzhalter in Form von Walnußbäumen gefällt hatten.
    Allen Germanen und Kelten muss und kann ich sagen: Irminsul lebt!

    Gefällt 1 Person

    • @ Vox
      Ich habe viel Zeit meiner Kindheit auf Bäumen und im Wald verbracht! Als sie eines Tages meinen Lieblingsbaum gefällt hatten, war es, wie wenn etwas in mir sterben würde. Ich habe das damals ganz deutlich gespürt.

      Die Bäume sind heilig – die Natur ist heilig!

      Danke für Deinen Eintrag, der hoffentlich vielen die Augen öffnet!

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  4. Kennst du die alte Kunde
    vom germanischen Heiligtum,
    verborgen in Teutoburgs Wäldern, den
    göttlichen Mächten zum Ruhm?
    Dort an den Externsteinen
    die Irminsäule stand.
    So lange man sie ehrte,
    war Einigkeit im Land.
    Da kamen die fränkischen Heere,
    vergiftet vom Geist der Zeit,
    die hieben die Säule nieder.
    Seitdem herrscht Hader und Streit.
    Verwirrt in Glaubenskriegen
    irrt unser Volk umher,
    es hat noch manche Blätter,
    doch keine Wurzeln mehr.
    Wir brauchen wieder Hüter
    für unsres Volk’s Gedeihn.
    Willst du ein Hüter des Volkes,
    der Irminsäule sein?

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  5. Nicht schimmerndes Gold,
    noch heulchelndes Wort,
    geben ihr gleissend Schönheit und Macht.
    Sind Lehren und Redner auch gekommen,
    lebt sie in uns hinfort.

    Weben sich auch schwelend Lügen
    an ihr reines Haupt
    sie tront unverwundbar
    in unsren Venen,
    sie tront unbezwingbar,
    in unsrem Blut.

    Einst werden sie kommen
    mit Axt und Gebot,
    Dich verteufeln,
    Dein Antlitz zerstören.
    Doch fallen wirst Du
    durch keine Klinge,
    nur der Verrat –
    Dein ehrloser Tod.

    Doch fühlt noch der Freie das Herzblut der Ahnen;
    Schwingt eine Faust noch schneidig das Heft;
    Sind Äxte und Lügen nur geringe Narben,
    und Dein Stamm stützt weiter, was das Unsere ist.

    Aus dem Geist der freien Wesen
    wächst die Säule über uns empor.
    Jene uralt heilge Lehre,
    die uns Heiden neu vereint,
    führt uns aus dem stumpfen Dunkel
    in lichte – Ewigkeit.

    Weben sich auch schwelend Lügen
    an ihr reines Haupt.
    Sie tront unverwundbar in unseren Venen;
    sie lebt unbezwingbar in unserem Blut.

    Nicht schimmerndes Gold,
    noch heulchelndes Wort,
    geben gleissend Schönheit ihr
    und wahre Macht.
    Sind Lehren und Redner auch gekommen
    lebt sie in uns hinfort.

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